Leseproben

Nur ein Spiel

»Ich denke, es reicht langsam, Denis.«
Der Tadel nervt und überhaupt nervt alles. »Lass mich in Ruhe«, sage ich und kippe mir den Rest meines Drinks runter.
Henni seufzt nur und kümmert sich dann um seine anderen Gäste. Ist mir recht, so kann ich mir weiter Gedanken um meinen Sub machen. Ex-Sub. Wie mich das alles ankotzt!

Der erste Wächter

Seymon strauchelte wieder. Der Wächter, den Jahmez nach einer ganzen Wegstrecke neben ihn geschickt hatte, hielt ihn weiter am Oberarm fest, verhinderte ein Hinfallen, bewegte ihn unnachgiebig weiter. Wie lange Seymon vorher am Stück gelaufen war?

Traumlos

Er konnte sich noch ganz genau erinnern. Vier Monate waren vergangen und trotzdem war ihm dieser spezielle Tag genauso nahe wie der gestrige. Die Befragung durch die Polizei, seine Angst und die Wut, weil er ohne Auskunft gehen musste. All das hatte er vor Augen, während die Welt um ihn herum durch seine Tränen verschwamm.«

Fünf Tage

Noch während ich hier knie, ist Darius um mich herumgegangen. Wahrscheinlich mustert er mich jetzt mit seinen dunklen und kalten Augen. Abschätzend und darauf bedacht, keine meiner Regungen zu verpassen. Dass das nicht leicht werden würde, war mir von vornherein klargewesen. Darius ist gefährlich, doch nun ist er der Einzige, der darüber entscheidet, was mit mir passiert.

Das Los seines Lebens

Die Arbeitstage vor Weihnachten sind mal wieder besonders stressig. Meine Füße fühlen sich langsam an, als wären sie nur noch eine einzige Blase. Trotzdem scheucht mich mein Chef den ganzen Tag durch das Lager und lässt mir kaum Zeit, mich auszuruhen.
Die Lose habe ich schon beinahe vergessen, aber als ich gerade völlig erschöpft vor meinem Kühlschrank stehe, sehe ich, dass sie noch immer auf dem Küchentisch liegen.

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